HÄUFIGE FRAGEN
Lüttje Werft

Wie werden Kinder und Jugendliche aufgenommen?

Bei der Auftragsklärung werden alle, die am Hilfeprozess beteiligten Personen mit einbezogen:

  • Die Kinder und Jugendlichen
  • Die Familienangehörigen
  • ggf. Therapeuten, Ärzte
  • Lehrer
  • Der Auftraggeber (Jugendamt)
  • Mitarbeiter der Lüttje Werft

Im Vorfeld werden alle relevanten Informationen über das Familiensystem, dem Kind oder Jugendlichen der Anfrage beigefügt. Diese sollten bestenfalls detaillierte Informationen über die Familie beinhalten. Besonders hilfreich sind Informationen über vorinstallierte Hilfen, Familienanamnesen, die eigene Vorgeschichte, kinderpsychiatrische oder psychologische Beurteilung und Diagnosen. Wenn die Wohngruppe über einen freien Platz verfügt, wird das Familiensystem zusammen mit dem Jugendamt zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen. In diesem Gespräch wird aus der fachlichen Sicht der Auftrag geklärt. Folgende Fragestellungen sind uns in diesem Prozess besonders wichtig:

  • Was soll erreicht werden?
  • Was hat die Familie schon in Bezug auf eigene Ziele erreicht?
  • Was sind die Stärken vom Kind/ Jugendlichen und der gesamten Familie?
  • Was soll sich verändern?
  • Welchen Auftrag/ Ziele besitzen die Sorgeberechtigten?
  • Welchen Auftrag/ Ziele besitzt das Kind/ der Jugendliche?
  • Welchen Auftrag/ Ziele besitzt das Jugendamt?

Als Resümee des informativen Gesprächs stellen wir als professioneller sozialpädagogischer Dienstleister unser Einrichtungskonzept vor. Dabei bekommen alle Beteiligten die Möglichkeit, Fragen zu der Wohngruppe und dem Einrichtungskonzept zu stellen. Meistens besitzen die Kinder und Jugendlichen schon viele detaillierte Fragen zum Regelsystem, die direkt im ersten Gespräch beantwortet werden können. Im nächsten Schritt besichtigen alle Beteiligten die Wohngruppe. In dieser Besichtigung gibt es detaillierte Informationen zum Tagesablauf, den örtlichen Gegebenheiten und Hinweise auf unser wertschätzendes systemisches Menschenbild, welches der Anspruch unserer täglichen Arbeit ist.
Nun bekommen alle Beteiligten so viel Zeit wie sie benötigen, um zu entscheiden, ob sie zukünftig eine wertschätzende, kooperative Zusammenarbeit mit der „Lüttje Werft Kinder- und Jugendhilfe“ zustimmen. Kommt es zu einem Einzug, koordiniert die Einrichtungsleitung zusammen mit der Familie und dem Jugendamt den Einzugstermin des Kindes/ Jugendlichen. Dieser Termin wird immer vom Bezugserzieher und der Einrichtungsleitung begleitet.

Wie findet Elternarbeit statt?

Neben dem Leben in der Wohngruppe besitzen alle Klienten bedarfsorientierte systemische Gesprächskontexte die regelmäßig 4-wöchentlich durchgeführt werden.

Systemische Beratung

Wir gehen von der Selbständigkeit des Klienten aus und betrachten ihn als „Experten in eigener Sache“. Unsere Haltung ist geprägt von Akzeptanz, Einfühlungsvermögen, Unvoreingenommenheit und Wertschätzung. Ausgehend von der Annahme, dass jeder Mensch eigene Lösungen entwickeln kann, arbeiten wir mit den vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen des Ratsuchenden. Systemische Beratung orientiert sich am Anliegen und an den Wünschen des Klienten. Im Dialog werden Bedingungen gesucht, unter denen der Klient seine Ressourcen aktivieren kann, um möglichst eigenverantwortlich und selbstorganisiert zu seinen individuellen Lösungen und Zielen zu gelangen. Zu den Methoden des systemischen Ansatzes gehören u.a. zirkuläres Fragen, die Wunderfrage, das Reframing, Genogramm-Arbeit und die Arbeit mit Familienskulpturen. In der systemischen Arbeit gehen wir von den Unterschiedlichkeiten eines jeden Menschen in seinen sozialen Bezügen aus. Daraus ergeben sich folgende unterschiedliche Beratungskontexte in den angewandten Beratungsmethoden:

Leben in der Wohngruppe

Wir unterstützen das Kind in folgenden Entwicklungsbereichen:

  • Sozial emotionale Entwicklung
  • Körperliche Entwicklung
  • Gesundheitliche Belange (z.B. regelmäßige Zahnarztbesuche, Therapien)
  • Unterstützung beim Lernen, in der Schule
  • Unterstützung bei der Ausübung von Hobbys
EINZELGESPRÄCHE

Jedes Kind hat alle 4 Wochen Zugang zu therapeutischen Interventionen (Spieltherapie, systemische Einzeltherapie und -beratung)

Vater-, Mutter-, Kind-Gespräche

Wir unterstützen Eltern durch das professionelle Angebot: systemische Beratung, systemische Therapie, neue und alte Ressourcen in ihrer Erziehungskompetenz zu entdecken.

Wir bieten im 4-Wochen-Rhythmus Vater-, Mutter-, Kind-Gespräche an

Eltern Gespräche / Erwachsenenebene

Im Rahmen der vereinbarten Ziele bieten wir Beratung der Kindeseltern in Lebensfragen zum Thema:

  • Erziehungsfragen
  • Paarberatungen
  • Konfliktbegleitungen
Familienkonferenz

In regelmäßigen Abständen finden Familienkonferenzen statt. Hier finden neue positive Erfahrungen aus den verschiedenen Gesprächseinheiten ein neues Miteinander. Neue positive Erfahrungen werden ausgetauscht und mit allen gemeinsam in den Tagesablauf integriert.

  • Im häuslichen Kontext setzt die gesamte Familie neue und alte hilfreiche Erkenntnisse um
  • Ziel ist die Rückführung des Kindes in die Familie

Wie wird mit ihnen über Sinn, Inhalt und Dauer der Hilfemaßnahmen kontinuierlich verhandelt?

Neben den regelmäßig stattfindenden systemischen Beratungen finden halbjährlich Hilfeplankonferenzen mit dem gesamten Helfersystem statt. Alle Berichte werden im Vorfeld zusammen mit den Kindern und Jugendlichen und deren Familien sorgfältig vorbesprochen. Das Hilfeplangespräch ist die Indikation der gesamten Hilfe. In der Regel finden diese Gespräche in den Räumlichkeiten der Lüttje Werft Kinder- und Jugendhilfe statt. Die offizielle Einladung erfolgt in Schriftform 3 Wochen vor dem Hilfeplantermin in enger Absprache mit dem zuständigen Jugendamt und der Klientenfamilie. Zusammen mit der Einladung wird dem Jugendamt und der Familie ein detaillierter Bericht über die Entwicklung des Kindes und der Familie zugeschickt. In diesem Bericht werden alle Zielsetzungen in allen Lebensbereichen dokumentiert. Um einen ganzheitlichen Helferprozess zu gewährleisten, wird zu jeder Hilfeplanung das Kind/ der Jugendliche, die Sorgeberechtigten, der Bezugsbetreuer, bei Bedarf der Lehrer/ Förderlehrer, Jugendamt, bei Bedarf die Therapeuten zum Gespräch eingeladen und zum Ist-Zustand des jeweiligen Kindes/ Jugendlichen interviewt. In einem gemeinsamen Gespräch werden Entwicklungen und Fortschritte der Klienten sichtbar und neue Ziele werden als Ergebnis entwickelt und ergänzt.

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